Brasilien I : 20.06. – 27.06.11

Brasilien…….eine Woche…..defenitiv zu kurz! Das bisschen was wir in dieser Zeit von Land und Menschen kennen lernen durften war grandios! Wunderschöne Landschaften, faszienierende Tiere und wunderbare Menschen.
Nachdem wir ja schon letztes Mal unter News ein bisschen über Brasilien geschrieben hatten, hier nur noch mal ne kurze Zusammenfassung, die Fotos sprechen ja auch eindeutig für sich!!!
Brasilien war noch toller als wir es erwartet hatten, nett, sauber, warm, freundlich, verkehrssicher und tierreich!!! :-)

Nach unserer Fahrt von der Grenze kamen wir abends im Örtchen Bonito an, indem wir uns so super wohl gefühlt haben, dass wir gleich ewig bleiben wollten. Leider hats uns sowohl bei den Stellplatzpreisen als auch beim Benzin gegruselt. Dennoch waren wir 2 Tage lang auf einem wunderschönen Campingplatz irgendwo im Wald, mal wieder alleine, mit wunderbaren klaren Fluss, welcher bei 31 Grad zum Baden einlud, vielen Vögeln, Fischen und Affen.
Nach soviel Natur die letzte Zeit lechzten wir förmlich nach Zivilisation und so sind wir ins Dorf umgezogen, auf den Parkplatz des Hostels. Einen Tag Menschen, Städtchen, Einkaufen, Flanieren, den Skateboardern zuschauen und am nächsten Tag zum nächsten Camping am Fluss.
Es gibt in Bonito unglaublich viele naturelle Schönheiten, die jedoch alle Eintritt kosten, und von denen nur 5 ohne Führer besucht werden dürfen. Also dachten wir, wir wären super schlau und nehmen uns den Camping neben einem dieser tollen Badeplätze, in der Hoffnung man hätte von dort aus Zugang und würde sich so die 10 Real pro Person sparen. Wurde natürlich nichts, da das Gelände großräumig umzäunt war. Aber macht nix, wir hatten immerhin Zugang zum Fluss mit Wasserfall :-) wo uns dann während des Badens auch eine dieser vielen touristischen Attraktionen begegnete: Im Luftreifen den Rio Formosa entlang. Für Scherze dieser Art muss man dann schon mal so 60 Real p.P. berappeln. Wär ja schon alles toll, aber vieeeeel zu teuer.

Am Abend kam unser Nachbar zu uns rübergestürmt, stellt uns einen Teller mit Reis und Fleisch und Soße hin und meint nur „willkommen in Brasilien“. Das drückt es genau aus, die Menschen hier sind alle so unglaublich herzlich!!!. Steve hat es sich schmecken lassen und den Abend bei den neuen Freunden verbracht… :-)
Trotz dass wir für den nächsten Tag zum Grillen eingeladen waren, sind wir weitergefahren zur Ihla do Padre, haben dort auf dem Parkplatz schlafen dürfen, mussten aber dennoch Eintritt zahlen für die Insel die mit viel klarem Wasser und kleinen Wasserfällen umgeben ist. Anfangs waren wir ein bisschen schockiert über die vielen Menschen, hatten uns aber schnell ein nettes Plätzchen am Wasser gesucht und waren beide mit voranschreitenden Tage vollends begeistert, nachdem wir Tucane aus nächster Nähe beobachten durften, der rote Insel-Ara um uns rumturnte und zuguter Letzt noch eine Familie Wasserschweine vor uns her schwamm. Endlich Wasserschweine :-)


Hier eine kleine Gallerie mit Bildern aus Bonito:

Am nächsten Morgen nahmen wir dann Abschied von Bonito und machten uns auf den Weg ins Pantanal. Das Pantanal ist das größte Überschwemmungsgebiet der Erde und extrem tierreich und in der Trockenzeit (in der wir uns jetzt eigentlich befinden sollten) kann man massenhaft Tiere beobachten, die zu den verbleibenden Wasserlöchern strömen. Wir hatten uns die Estrada Parque rausgesucht. Das ist eine 120 km lange Erd/Sandstraße mit 120 Holzbrücken die eigentlich bis zur Grenzstadt nach Bolivien, Corumbá, führen sollte. Die ersten 10 Brücken haben wir nicht viel gesehen und waren auch schon fast ein wenig enttäuscht, bis das Ganze begann ziemlich abenteuerlich zu werden, die Brücken immer wackeliger wurden und die Kaimane darunter immer mehr…huiuiuiuiu… Bei den meisten Brücken ist dann immer einer von uns ausgestiegen um den anderen über den Balken zu lotsen. Doch bei einer Brücke, die vor nicht allzulanger Zeit eingestürzt schien und dahinter ein großes weißes Kreuz prangerte, beschlossen wir nicht drüber zu fahren, sondern den Weg unten durchs Wasser zu nehmen. Dank Allrad und super Pistensau Roji alles gut gegangen :-) Leider war aber bei Brücke Nr. 32 dann endgültig Schluss, denn die existiert nur noch halb und darunter ist alles überschwemmt. Da gelangte selbst Roji an seine Grenzen. Nun ja, auch so haben wir viel gesehen und Abenteuer geschnuppert und beschlossen auf einer Fazenda im Pantanal zu übernachten. Horrende Preise, aber super nette Arbeiter (nicht die bösen Rezeptionstussen) und viele nette Tierchen die sichs bei uns bequem machten.

Und hier ein paar Bilder aus dem Pantanal:

Zum Glück lag dort ein Prospekt für ein Hostel in der bolivianischen Grenzsstadt aus und so hatten wir eine Sorge weniger als wir bei anbrechender Dunkelheit über die Grenze kamen. Der Unterschied zwischen den Ländern fiel sofort an der Grenze auf, ist die eine Seite (Brasilien) noch super Hightech, ist die andere (Bolivien) gleich super Papierkrieg unter Evo Morales Portrait. Der brasilianische Zoll war dieses Mal super korrekt im Abmelden des Fahrzeugs und hat gleich mal ne Stunde dafür gebraucht und auf der anderen Seite mussten wir zig Sachen kopieren und Stempel einholen und nach dem Zoll auch noch zur Polizei gurken um dort wieder neue Papiere in kopierter Form abzugeben und noch eine kleine Gebühr zahlen die direkt in die Tasche des Beamten wanderte um einen „Orden de Traslado“ (Fahrerlaubnis oder sowas) zu bekommen. Aber jetzt sind wir offiziell in Bolivien und das Hostel Tamengo ist eine extrem schöne Oase inmitten einer Grenzstadt um sich zu aklimatisieren….
Auf zu neuen Abenteuern….
Und Brasilien: WIR KOMMEN WIEDER, KEINE FRAGE!!!!!!!!

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